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Objektbeschreibung
Ziel der Maßnahme war die Umgestaltung des Kirchplatzes in Odernheim.
Es handelt sich um eine zentrale, ca. 450 m² große Platzfläche vor der
evangelischen Kirche im Dorfkern von Odernheim. Anfang der siebziger
Jahre wurde die Oberfläche asphaltiert. Seit dieser Zeit wurden mehrere
Versorgungsleitungen in der Fläche verlegt, was zu einer Vielzahl von
Flickstellen führte.
Inmitten des Platzes steht eine anlässlich des 70-sten Geburtstages
des bayrischen Prinzregenten Luitpold im Jahre 1891 gepflanzte
„Luitpoldlinde". Aufgrund der Lage neben Kirche und Gemeindehaus
verbinden viele Odernheimer positive Erinnerungen (Hochzeit,
Konfirmation, Geburtstage, etc.) mit der Linde. Der Baum ist
ortsbildprägend und hat kulturhistorischen Wert.Seit den letzten drei
Jahren zeigt der Baum sehr starke Vergreisungserscheinungen, was sich in
einer lichten Krone und einem hohen Totholzanteil bemerkbar macht.
Maßnahmen zur Baumsanierung wurden bereits durchgeführt (Baumschnitt,
Entsiegelung Baumscheibe, Kronensicherung etc.).
Aufgrund der Verschlechterung des Baumzustandes wurde von der
Kirchengemeinde beschlossen, das Baumumfeld (und damit auch die
Platzsituation vor der Kirche aufzuwerten) und das Büro g-d mit der
Umgestaltung zu beauftragen. Die Planung begann im Sommer 2005. Die
Bauarbeiten sind in der Zeit vom 25.04. bis 14.06.2006 ausgeführt
worden.
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Planung
Entwurfskonzeption
Konzeptionellen Zielsetzungen für die Planung:
- Verbesserung des Baumstandortes zur Vergrößerung der Baumscheibe, Rücknahme der Fußüberschüttung.
- Totholzentnahme und Kronensicherung
- Vermeidung von Fahrzeugverkehr über dem Wurzelraum der Linde.
- Hervorhebung des Kirchenportals und der Sandsteinfassaden durch eine ruhige und dem Gebäudebestand angepasste Platzgestaltung.
- Barrierefreier Zugang in die Kirche.
Die Maßnahmen im einzelnen:
Flächengestaltung
Der Asphalt wird komplett aus der Fläche entfernt und durch ein
farblich an die Fassaden angepasstes Betonsteinpflaster in möglichst
großem Format ersetzt. Durch das Großformat soll ein ruhiges Fugenbild
erreicht werden. Zukünftig sollen am Flächenrand nur noch zwei
gekennzeichnete Stellplätze angeboten werden. Der Anteil an
unversiegelter Baumscheibe wird vergrößert und randlich von der
Pflasterfläche mit Natursteinpflaster abgegrenzt.
Gliederung durch Treppenanlage
Durch eine zwei-/dreistufige Sandsteintreppenanlage wird das Gefälle
in der Fläche verringert und der Fahrzeugverkehr über dem Wurzelraum
unterbunden. Damit kann die Kirche barrierefrei angebunden werden. Das
Anheben des Niveaus im Bereich der Linde hilft zusätzlich den Eingriff
in den Wurzelbereich des Baumes möglichst gering zu halten. Der südlich
liegende Bereich bleibt befahrbar und stellt die Hauptfußverbindung über
den Platz da.
Beleuchtung
Um sich die Option für die Beleuchtung des Platzes offen zu halten
(indirekte Beleuchtung durch Einbau von Bodenstrahlern im Baumbereich),
werden im Rahmen der Baumaßnahme die notwendigen Elektroleitungen
verlegt.
Sitzblöcke
Blöcke aus Sandstein mit einer Holzauflage sollen als einfach
gehaltene Sitzgelegenheiten dienen. Die halbrunden Sitzblöcke unter der
Linde sind nicht nur Sitzgelegenheit, die in angenehmer Atmosphäre die
Kommunikation anregen, sondern schützen auch den Wurzelbereich des
Baumes.
Baumpflege
Die Baumscheibe der Linde wird vergrößert und deren Substrat
verbessert. Zusätzlich Einbau eines Belüftungs- und Bewässerungssystems.
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