Objektbeschreibung
Die Ortsgemeinde
Waldböckelheim ist Standort der Regionale Schule mit Grund- und
Hauptschule. Im Rahmen der Gebäudeerweiterung wurde die Umgestaltung des
bestehenden Schulhofes in zwei Bauabschnitten beschlossen. Der Schulhof
wies bezüglich der Spiel- und Aufenthaltsqualität große Defizite auf
und wurde den Bedürfnissen der Kinder als Spiel- und Bewegungraum nicht
mehr gerecht. Die Verbandsgemeiende beauftragte im Februar 2003
gutschker-dongus landschaftsarchitekten mit der Neugestaltung.
Von der Planungsphase, die mit der Erarbeitung von Umgestaltungsideen
durch Beteiligung von Schülern, Lehrern und Eltern im Rahmen einer
Zukunftswerkstatt im Februar 2003 begann, bis zur Fertigstellung des
zweiten Bauabschnitts im November 2005, vergingen etwa zweieinhalb
Jahre.
Entwurfskonzeption
- Schaffung einer Pausenhofsituation, in der sich die Schülerinnen
während der Pausen gemeinsam oder alterspezifisch aufhalten und
regenerieren können (Kommunikationsbedürfnis, Bewegungsbedürfnis,
Rückzug, Ruhe)
- Schaffung einer neuen Haupteingangssituation / Neubau
- Schaffung einer neuen Zugangssituation Durchgang Neubau und Turnhalle
- Schaffung einer separat zu nutzenden Eingangssituation für die abendliche Turnhallennutzung
Gewährleistung einer zeitlosen, vielfältigen Nutzbarkeit der Flächen
- Bereicherung durch attraktive Spiel- und Erholungselemente
- Anlage einer angenehmen „Willkommensatmosphäre“, Steigerung der
Repräsentativität der Flächen (Synergieeffekt - Schulhof als
Repräsentationsfläche)
- Räumliche Gliederung und Verknüpfung der Flächen (Raumstrukturen, Verschiedenen Höhenebenen, Wegeführung)
- Verwendung von naturnahen Spielelementen und Materialien
- Erhalt befestigter Belagsflächen für Schlechtwetterperioden
Der Pausenhof wurde in mehrere, ineinander übergehende Bereiche
aufgeteilt, die sich zum Teil durch die Lage der Gebäude ergeben:
Kommen und Gehen
Durch
den Neubau veränderte sich die Zugangssituation zum Schulhof. Zwischen
Anbau und Turnhalle signalisiert ein besonders gestaltetes
Eingangsportal den „Schulbesuchern“ ein Willkommen. Der Hofzugang wird
durch freundliche Oberflächenbeläge, organische Formgebung und blühende
Staudenbeete interessant gestaltet. Dahinter folgt eine
Fahrradabstellfläche für ca. 20 Fahrräder. Eine geschwungene Mauer fängt
den Höhenunterschied zur Turnhalle auf und lädt zum Sitzen ein. So
entsteht ein barrierefreier Zugang. Hier wird zukünftig auch der
Aufstellplatz für die Schüler sein, die mit den Bussen abgeholt werden.
Übergangs- und Kommunikationsbereich
An
den Eingangsbereich schließt sich der Übergangs- und
Kommunikationsbereich an. Dort werden die zwei unterschiedlich
Höhenniveaus der Hofflächen miteinander verbunden. Der Höhenunterschied
wird durch eine Rampe bzw. durch Sitzstufen aufgefangen. Die
Sitzstufenanlage mit Blick auf das darunter liegende Wasserspiel und den
Eingangsbereich lädt zum Verweilen ein.
Erlebnis und Erholung
Durch
freundliche Oberflächen, organische Formengebung und Baumpflanzungen
wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Unterschiedliche Sitz- und
Spielbereiche in Nischen und Sitz- und Liegewälle laden die Schülerinnen
zum Erholen ein. Um den Bewegungs- und Aktionsdrang der Kinder in den
Pausen aufzunehmen, sind mehrere Zonen vorhanden:
- Ein Kleinspielfeld für Streetball oder Fußball umgeben von einem Sitzwall aus Kunststoff.
- Vogelnestschaukel (Schaukelerlebnis für mehrere Kinder in einem großem Schaukelkorb)
- Seilnetzfläche zum Sitzen, Liegen und Llettern mit bestehender Kletterwand
- Balancieren, Sitzen und Sonnen aus Holzbalken
- Sitzblockforum
Um dem hohen Nutzungsdruck
gerecht zu werden, ist ein Grossteil der Fläche befestigt, wobei je
nach erwarteter Nutzungsintensität und Funktion verschiedene Beläge
angeboten werden.
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