Zehn Gründe für Spielleitplanung
1. Nachhaltige zukunftsfähige Gemeinde
Spielleitplanung zielt auf eine kinderfreundliche Entwicklung von Städten und Gemeinden. Sie ist zukunftsfähig, ressourcenschonend und nachhaltig.
2. Effektiver Mitteleinsatz
Die auf Kinder und Jugendliche abgestimmten Planungen verhindern Fehlinvestitionen und ermöglichen einen effektiven Einsatz finanzieller Mittel. Zudem erhöht sich die Chance Vandalismus einzudämmen: Für das, was sie mitge-plant und umgesetzt haben, werden sie auch Verantwortung übernehmen.
3. Prävention
Spielleitplanung ist ein in die Zukunft gerichtetes Handlungskonzept, welches darauf abzielt, potenziellen räumlichen Fehlentwicklungen in der Kommune mit ihren Folgen für Mädchen und Jungen entgegenzuwirken.
4. Verbesserung des Lebens- und Wohnumfeldes
Zentrale Ziele der Spielleitplanung sind die Sicherung und Entwicklung sowie die Vernetzung von vielfältigen und erlebnisreichen Außenräumen.
5. Spielleitplanung – nicht nur für Kinder
Durch eine kindgerechte Entwicklung der Kommune mit abwechslungsreichen Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsräumen wird nicht nur die gesunde und soziale Entwicklung der Kinder, sondern auch die Lebensqualität für alle Generationen in der Gemeinde gefördert.
6. Partizipation
Durch die konsequente Verzahnung von Planung und Beteiligung wird durch die Spielleitplanung eine Partizipationskultur und eine neue Planungskultur in der Kommune aufgebaut.
7. Stärkung der Handlungskompetenz bei Mädchen und Jungen
Die in der Spielleitplanung angelegten Beteiligungsverfahren eröffnen Mädchen und Jungen über die Beteiligung ein Lern- und Erfahrungsfeld, das ihre Handlungskompetenz nachhaltig stärkt. Sie fühlen sich ernst genommen und erfahren, dass sie in ihrer Stadt und Gemeinde etwas bewirken können.
8. Förderung eines gesellschaftspolitischen Engagements
Die frühe Erfahrung von Mädchen und Jungen, in der Gesellschaft etwas bewirken zu können, wird ihre Einstellung nachhaltig beeinflussen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch als erwachsene Bürger aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen werden.
9. Katalysator der Bürgerbeteiligung
Über Kinder erreicht man Eltern, Nachbarn und Bewohner. Verfahren der Kin-derbeteiligung sind ein geeigneter Einstieg in die Bewohnerbeteiligung. Die Verknüpfung beider Verfahren führt zur Qualitätsverbesserung der Beteiligungs-kultur insgesamt.
10. Kinderfreundlichkeit als Standortfaktor
Die über die Spielleitplanung hervorgebrachten Strukturen in Städten und Gemeinden binden die ortsansässigen Familien und beeinflussen im positiven Sinne nicht nur die Wohnstandortentscheidungen von mobilen Bevölkerungsschichten sondern auch die Standortentscheidung von Unternehmen.