Landschafts- und Stadtbildanalysen

Ein wesentlicher Hauptaspekt bei der planerischen Beurteilung von Windenergieanlagen ist die Erfassung und Darstellung des Landschaftsbildes. Im Rahmen der Landschaftsbildanalyse bieten wir neben der tabellarischen und textlichen Darstellung umfangreiche Leistungen an, die als Entscheidungshilfen für Betreiber, Kommunen und Bürgern dienen.


Die Visualisierung / Fotomontage dient dazu, die geplanten Maßnahmen fotorealistisch darzustellen und so die visuelle Wirkung bzw. Beeinträchtigung der Landschaft vor Realisierung der Projekte einschätzen zu können. Die Beeinträchtigungen wirken sehr subjektiv und werden durch eine Animation greifbar.

Für eine realistische Darstellung ist die Aufnahme eines Panoramas unabdingbar, da der breitere Bildausschnitt der Landschaft eher der tatsächlichen Wahrnehmung entspricht. Der Fotostandort sollte einen typischen Ausschnitt der Landschaft widerspiegeln und an bekannte Strukturen vor Ort wie beispielsweise den Ortsrand, Kirchturm oder einen Aussichtspunkt angebunden sein. Darüber hinaus kann eine wirklichkeitsnahe Darbietung nur durch mehrere Fotostandorte erzielt werden, die unterschiedliche Situationen des Windparks, quer und mit der Aufstellung, abbildet. Trotz der Darstellung der größtmöglichen Wirkung der WEA (Rotor quer zum Betrachter, farbliche Abhebung der WEA unabhängig von der Wettersituation) wird eine Wahrnehmung mit dem bloßen Auge deutlich stärker ausfallen als in der Visualisierung.

Die Fotomontagen werden mit dem Programm WindPro durchgeführt, das einige Vorteile bietet. So kann beispielsweise die Position einer WEA bis auf einen Meter genau bestimmt und der gewünschte Anlagentyp eingesetzt werden. Position und Größe der geplanten Eingriffe kann jederzeit beliebig verändert werden. Weiterhin kann ein erstellter Windpark zur Ansicht in Google Earth exportiert werden. Um die Wirkung der WEA besser einschätzen zu können, ist eine Animation mit sich drehenden Rotoren sinnvoll. Der Ansichtspunkt kann in der virtuellen Landschaft sowohl in der Luft als auch am Boden frei ausgewählt werden.

Einzelne Geländeschnitte geben zusätzlich Auskunft darüber, ob von einem bestimmten Ort ein Sichtbezug zu einer geplanten Anlage möglich sein wird. Darüber hinaus können Rückschlüsse gezogen werden, inwieweit Bepflanzungen als Sichtbarrieren wirken können.

Zur besseren Einschätzung der Beeinträchtigungswirkung auf ganze Landschaftsräume ist die Erstellung einer Sichtverschattungskarte, das heißt, es werden die unterschiedlichen Bereiche mit und ohne Sichtbezug zu den geplanten WEA dargestellt, notwendig. Berücksichtigung für sichtverschattete Bereiche finden die örtliche Geländemorphologie, Wald- und Siedlungsflächen sowie Areale hinter sichtverstellenden Geländehindernissen, wie Siedlungen und Waldflächen. In der Regel werden die Sichtverschattungskarten mit einem Radius von 10 km erstellt.

Diese Methode eignet sich besonders gut um eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Parkanordnungen mit variierenden Standorten und Anlagenhöhen herzustellen. Außerdem können die Beeinträchtigungen von Projekten in unterschiedlichen Landschaftsräumen durch die Auswertung der Anteile an sichtverschatteten Flächen miteinander verglichen werden.

Die Berechnung der Sichtverschattung erfolgt mit dem Programm WindPro und basiert auf einem digitalen 3D-Modell der Landschaft. Somit kann von jedem Standort ermittelt werden, wie viele WEA eines Windparks für den Betrachter zu sehen sind.

  • Erstellung von Fotovisualisierungen inkl. Ermittlung der Fotostandorte, Fotoaufnahme, Bearbeitung der Bilder
  • Erstellung von Sichtbarkeitskarten und Geländeschnitten
  • Gutachten zur Landschaftsbildbewertung