Spielraumplanungen

Die Lebens-, Spiel- und Lernräume sind keine bloßen Aufenthaltsräume: Sie entscheiden mit darüber, in welcher Weise Kinder und Jugendliche ihre Mitwelt und sich selbst erfahren und annehmen können. Dementsprechend ist es eine Planung, die sich mit den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen auseinandersetzt und die eine entsprechende Ausstattung für die Gestaltung der Außenräume vorsieht, besonders wichtig. Dabei sehen wir es als ratsam, die Kinder und Jugendliche sowie andere für das Vorhaben wichtige und interessierte Personen in die Planung mit einzubeziehen, um ein besonders nutzerorientiertes Gesamtkonzept entwickeln zu können.

Unsere Aufgabenfelder reichen von der Planung von Schulhöfen, Kindergärten, naturnahen Spielräumen und Freizeitanlagen bis hin zur umfangreichen Spielraumplanung, die u.a. auch die Durchführung und Anmoderation von Beteiligungsverfahren beinhaltet. Über die Jahre hinweg haben wir bereits viele Erfahrungen sammeln können, die wir in  neuen Projekte mit einfließen lassen.

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Die Gemeinde wird in ihrer Gesamtheit als potenzieller Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsraum betrachtet. Spielleitplanung berücksichtigt nicht nur Spielplätze, sondern alle Flächen an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten und bewegen, wie z.B. Straßen, Baulücken, Grünanlagen, Hauseingänge oder Plätze. Sie ist eine an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen orientierte Entwicklungsplanung zur Erhaltung und Verbesserung des Lebens- und Wohnumfeldes. Die Beteiligung ist dabei zentraler Bestandteil aller Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsschritte. Zudem werden politisch Verantwortliche und Bürgerinnen und Bürger einbezogen.

1. Nachhaltige zukunftsfähige Gemeinde: Spielleitplanung zielt auf eine kinderfreundliche Entwicklung von Städten und Gemeinden. Sie ist zukunftsfähig, ressourcenschonend und nachhaltig.

2. Effektiver Mitteleinsatz: Die auf Kinder und Jugendliche abgestimmten Planungen verhindern Fehlinvestitionen und ermöglichen einen effektiven Einsatz finanzieller Mittel. Zudem erhöht sich die Chance Vandalismus einzudämmen: Für das, was sie mitgeplant und umgesetzt haben, werden sie auch Verantwortung übernehmen.

3. Prävention: Spielleitplanung ist ein in die Zukunft gerichtetes Handlungskonzept, welches darauf abzielt, potenziellen räumlichen Fehlentwicklungen in der Kommune mit ihren Folgen für Mädchen und Jungen entgegenzuwirken.

4. Verbesserung des Lebens- und Wohnumfeldes: Zentrale Ziele der Spielleitplanung sind die Sicherung und Entwicklung sowie die Vernetzung von vielfältigen und erlebnisreichen Außenräumen.

5. Spielleitplanung – nicht nur für Kinder: Durch eine kindgerechte Entwicklung der Kommune mit abwechslungsreichen Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsräumen wird nicht nur die gesunde und soziale Entwicklung der Kinder, sondern auch die Lebensqualität für alle Generationen in der Gemeinde gefördert.

6. Partizipation: Durch die konsequente Verzahnung von Planung und Beteiligung wird durch die Spielleitplanung eine Partizipationskultur und eine neue Planungskultur in der Kommune aufgebaut.

7. Stärkung der Handlungskompetenz bei Mädchen und Jungen: Die in der Spielleitplanung angelegten Beteiligungsverfahren eröffnen Mädchen und Jungen über die Beteiligung ein Lern- und Erfahrungsfeld, das ihre Handlungskompetenz nachhaltig stärkt. Sie fühlen sich ernst genommen und erfahren, dass sie in ihrer Stadt und Gemeinde etwas bewirken können.

8. Förderung eines gesellschaftspolitischen Engagements: Die frühe Erfahrung von Mädchen und Jungen, in der Gesellschaft etwas bewirken zu können, wird ihre Einstellung nachhaltig beeinflussen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch als erwachsene Bürger aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen werden.

9. Katalysator der Bürgerbeteiligung: Über Kinder erreicht man Eltern, Nachbarn und Bewohner. Verfahren der Kin-derbeteiligung sind ein geeigneter Einstieg in die Bewohnerbeteiligung. Die Verknüpfung beider Verfahren führt zur Qualitätsverbesserung der Beteiligungskultur insgesamt.

10. Kinderfreundlichkeit als Standortfaktor: Die über die Spielleitplanung hervorgebrachten Strukturen in Städten und Gemeinden binden die ortsansässigen Familien und beeinflussen im positiven Sinne nicht nur die Wohnstandortentscheidungen von mobilen Bevölkerungsschichten sondern auch die Standortentscheidung von Unternehmen.

Der beliebteste Spielplatz ist immer noch die Wildnis. Sie animiert durch ihre Vielfalt an Farben und Formen, ihrer Lebendigkeit, Frische und Wandlungsfähigkeit den Menschen, sich mit ihr und sich selbst zu beschäftigen. Die Schaffung von naturnahen Spielräumen bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, durch eigene Erfahrungen mit der Natur vertraut zu werden.

  • Beratungsgespräch vor Ort
  • Bestandsaufnahme
  • Planungsbeteiligung (Zukunfts- und Ideenwerkstatt)
  • Vorplanung zur Beantragung von Fördermitteln
  • Kostenschätzung und Kostenberechnung gemäß DIN 276
  • Aufstellung möglicher Eigenleistungen
  • Finanzierungsplanung
  • Entwurfsplanung
  • Genehmigungsplanung
  • Ausführungsplanung
  • Ausschreibung
  • Vergabe
  • Bauüberwachung
  • Anleitung von Eigenleistungen (Bürgeraktion)
  • Abrechnung
  • Dokumentation