Umweltbaubegleitung

Florian Bauer Objektplanung / Umweltbaubegleitung

B. Sc. Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Ressortleiter Objektplanung und Umweltbaubegleitung

Die Umweltbaubegleitung (UBB) oder auch ökologische Baubegleitung (ÖBB) ist ein Instrument um rechtliche und fachliche Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes bei Baumaßnahmen, im Besonderen vor, während und nach der baulichen Umsetzung, sicherzustellen.

Durch den Einsatz einer UBB sollen ungenehmigte Eingriffe, Umweltschäden und damit verbundene Ausgleichszahlungen und Bußgelder sowie ein möglicher Baustopp vermieden werden. Weiterhin stellt die UBB sicher, dass die Bautätigkeiten und notwendige Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen entsprechend den Genehmigungsauflagen umgesetzt werden. Hierbei wird das Monitoring als Instrument zur Kontrolle gerne genutzt. Über das Monitoring wird die Häufigkeit und Verbreitung einer Tier- oder Pflanzenart untersucht und bei einem beobachteten Prozess steuernd eingegriffen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt.

Der Vorhabenträger profitiert durch die UBB indem Störungen im Bauablauf verringert, die bauausführenden Firmen zur plan- und auflagenkonformen Durchführung angehalten und Haftungsrisiken vermieden werden.

Die UBB ist eine Beratungsleistung! Sie unterstützt den Vorhabenträger, dessen beauftragte Unternehmen und Bauleiter in besonderen Fragestellungen. Dabei besteht keine bauüberwachende Funktion, sodass die UBB nicht mit einer (ökologischen) Fachbauleitung gleichzusetzen oder zu verwechseln ist!

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  • Grundlagenermittlung (Sichtung von Antrags – und Genehmigungsunterlagen)
  • Abstimmung des Leistungsumfangs mit dem Auftraggeber
  • Einarbeitung und Abschätzung / Erfassung möglicher Konfliktpunkte
  • Regelmäßige Dokumentation des Baufortschritts durch Ortstermine
  • Stetiger Kontakt zum Auftraggeber (beratend und hinweisend)
  • Abschlussbegehung nach Abschluss aller Bautätigkeiten
  • Abnahmetermin mit Behördenvertretern und Auftraggeber
  • Projektdokumentation in Form eines Abschlussberichts

Vor Baubeginn:

  • Detaillierte Abstimmung mit dem Vorhabenträger hinsichtlich der Projektorganisation und des zeitlichen Projektablaufs. Zwischenziele und andere Zwangspunkte besprechen
  • Prüfen ob Bauzeitenplan aus naturschutzfachlicher und -rechtlicher Sicht vertretbar ist und ggf. mit dem Vorhabenträger Anpassungen ausarbeiten und abstimmen 
  • Begleiten und mitwirken bei der Umsetzung von vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) inkl. Erfolgskontrolle, sowie ggf. notwendige Anpassungen ausarbeiten und mit Vorhabenträger und Behörden abstimmen
  • Projektbeteiligte vor Baubeginn einer naturschutzrechtlichen / -fachlichen Einweisung unterziehen
  • Bautabuflächen festlegen und bei deren Sicherung mitwirken

Während der Bautätigkeit:

  • Regelmäßige Baustellenbegehungen zur Kontrolle und Dokumentation der auflagenkonformen Maßnahmenumsetzung (u.a. Bautabuflächen, Eingriffsflächen, Funktionsfähigkeit von Ersatz- und CEF-Maßnahmen)
  • Stetige Beratung des Vorhabenträgers bei Planänderungen hinsichtlich naturschutzfachlicher und -rechtlicher Auswirken und die Entwicklung von Lösungsansätzen bis hin zur Abstimmung mit Behörden
  • Mängel und Verstöße gegen bestehende Auflagen erkennen und darauf hinweisen, sowie Mitwirken bei der Beseitigung
  • Unterstützung des Vorhabenträgers bei Öffentlichkeitsarbeit

Mit Bauende:

  • Begleitung und Dokumentation der Rückbauarbeiten sowie der Rekultivierung von temporär genutzten Eingriffsflächen.
  • Begleitung und Dokumentation von Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen (u.a. Wiederaufforstung, Bepflanzung)
  • Abschließender Bericht zur Dokumentation des gesamten Projektverlaufs
  • Abstimmung zum Leistungsumfang mit dem Auftraggeber
  • Definition der durchzuführenden Beobachtungs- / Kontrollmethode und Umfang ggf. Abstimmung mit Behörden
  • Auswertung der Beobachtungsergebnisse
  • Bewertung ob Maßnahmen zielführend wirken und ggf. nachsteuern
  • Abschließender Bericht mit Ergebnisdokumentation und Bewertung