Auf dem Gelände des Aufbaugymnasiums in Alzey wurde der vorhandene Schulpavillon durch ein neues fünfstöckiges Ateliergebäude ersetzt. Das Gesamtgelände wies starke Höhenunterschiede auf, der Gesamtunterschied betrug bis zu 6 Meter. Nahezu alle Eingänge waren nur über Treppen zu erreichen. Aufgrund dieser Defizite wurde gutschker-dongus beauftragt, den Schulhof und die Erschließung des Aufbaugymnasiums komplett umzuplanen.

Der Schulhof wie auch die Eingangsbereiche und Stellplätze wurden gänzlich barrierefrei gestaltet. Die Barrierefreiheit wurde unter anderem durch die Anlage mehrerer Rampen und taktiler Elemente an den Handläufen erzielt. Neben klassischen landschafts­gärtnerischen Arbeiten waren in diesem Projekt daher auch Schlosserarbeiten integriert. Die Feuerwehrzufahrt wurde mittels Schotterrasen neu angelegt.

Nach dem Neubau des Ateliersgebäudes und der Umsetzung des Barrierefreiheitskonzepts galt es, die Freianlagen im Planungsbereich wiederherzustellen. Aufgrund des Neubaus ging wertvoller Freiraum verloren, jedoch konnte dieser Verlust durch eine ansprechende und durchdachte Gestaltung ausgeglichen werden. Die Gestaltung wurde mittels Treppen- und Sitzanlagen, Pflanzflächen, Beleuchtungen, Mauern und Grünflächen hochwertig angelegt. Die Fläche um das Ateliergebäude wurde durch die Errichtung von einer breiten Sitzstufenanlage, welche in der Mitte eine breite Treppenanlage besitzt, sowie kleine Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheit um eine tieferliegende Grünfläche ansprechend und funktional gestaltet. Neue Pflasterbeläge und die neu angelegte Begrünung tragen nun zu einem angenehmen Gesamtbild bei.

Bei der Bepflanzung wurde nichts dem Zufall überlassen. Da geplant war mehrere Laubbäume zu pflanzen, wurde die Auswahl der Baumart durch folgende Kriterien eingeschränkt: Mittelgroßes Höhenwachstum, lockere Kronenbildung, angepasst an das trockenwarme Klima, ökologische und optische Aspekte (Blüte, Herbstfärbung u. a.). Für die Sträucher wurde in der Artenwahl robuste Blütensträucher in Größensortierung 150-200 cm ausgewählt. Die Pflanzflächen wurden flächig mit robusten Stauden, Gräsern und Zwiebeln bepflanzt. Damit sich diese Pflanzen mit Wildcharakter auf Dauer pflegearm entwickeln, wurde als Grundlage das magerer Vegetationssubstrat nach FLL eingebaut. Die Bodenoberfläche wurde zur besseren Pflege, Unterdrückung von Wildkräuterwuchs und Verdunstung mit Holzhäcksel (ca. 7 cm stark) abgemulcht. Die Qualitätsanforderungen an das ausgelieferte Pflanzengut richtete sich nach DIN 18916, den Gütebestimmungen des BdB und der FLL. Die Herstellung der Rasenflächen erfolgte als Saatrasen, RSM Mischung z.B. Gebrauchsrasen mit Fertigstellungspflege nach DIN 18917 für 1 Jahr. Die Rasenflächen wurden so angelegt, dass die Pflege mit Maschinen gewährleistet ist.

Bereits bei der Planungsphase wurden alle Projektbeteiligten mit einbezogen und konnten somit bei der Planung mitwirken. Die Fachplaner von gutschker-dongus standen eng mit dem Auftraggeber in Verbindung und durch regelmäßige Jour fixe wurde der Auftraggeber stets über den aktuellen Stand informiert. Ebenfalls fand eine Abstimmung mit dem Denkmalschutz statt.

Im Rahmen der Planung und Bauüberwachung wurde großen Wert auf kostenbewusste Ausführung gelegt. Für das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibungsunterlagen wurde VOB-gerecht und produktneutral das aktuelle Standardleistungsbuch für das Bauwesen (StLB) STLB-Bau eingesetzt.