Auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und im Zuge der Energiewende, beabsichtigt ein Investor in der Gemeinde Freimersheim (Landkreis Alzey-Worms, Verbandsgemeinde Alzey-Land) eine Photovoltaik Freiflächenanlage zu errichten.

Vor Einleitung des Bebauungsplanverfahrens war zunächst die Verträglichkeit des Standortes mit den raumordnerischen Vorgaben und Zielen zu prüfen. Von unserem Ressort Stadtplanung wurden dazu die erforderlichen Unterlagen für das von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) durchgeführte Zielabweichungsverfahren erstellt. Zentraler Bestandteil dieses Verfahrens war die Alternativenprüfung, die die Grundlage für die Auswahl eines geeigneten Standortes innerhalb einer Gemeinde bzw. Verbandsgemeinde bietet. Aufgrund der grundsätzlichen Eignung sowie der nach § 37 EEG möglichen Förderbarkeit waren die zu untersuchenden Flächen auf Bereiche im 110 m Korridor entlang von Autobahnen und Bahntrassen beschränkt. In der Gemarkung Freimersheim wurde überprüft, welche Flächen entlang der A 63 sowie der Bahnstrecke Alzey – Kirchheimbolanden für eine PV Freiflächenanlage geeignet sein könnten. Es konnten zunächst drei geeignete Flächen ermittelt werden. Die aufgrund der untersuchten Kriterien ermittelten Flächen unterscheiden sich in ihrer Eignung nur in einzelnen Punkten wie Flächenzuschnitt und Größe und sind in den wesentlichen Punkten wie Bodenqualität und Solarstrahlung weitestgehend gleichermaßen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen geeignet. Die Eignungsflächen liegen allesamt gemäß Regionalplan Rheinhessen-Nahe innerhalb eines Vorranggebietes für die Landwirtschaft.

Die Fläche östlich der A 63 und nördlich der Bahntrasse weist aufgrund ihrer Größe mit über 7,23 ha, und der Möglichkeit diese Fläche im Norden aufgrund der ungeeigneten landwirtschaftlichen Bewirtschaftung noch zu erweitern, eine besonders gute Wirtschaftlichkeit unter den untersuchten Flächen auf. Die vorgesehene Eignungsfläche im Keil zwischen A 63 und Donnersbergbahn in Freimersheim wurde unter anderem auf Exposition, Verschattung, Blendwirkung, Bodenwerte und Einschränkungen durch Nutzungen bzw. Vorbelastungen analysiert. Die Raum- und siedlungsstrukturelle Ausgangslage und eine naturschutzfachliche Einschätzung wurden ebenfalls untersucht. Die geprüften Kriterien bestätigten die Eignung der Fläche für die Errichtung einer PV Freiflächenanlage.

Das Zielabweichungsverfahren wurde der SGD Süd vorgelegt und seitens der SGD positiv beschieden, sodass nun der Bauleitplan aufgestellt werden kann.

Größe des Plangebietes ca. 7,6 ha
Planungszeitraum: November 2019