Der Tiefbau des Panoramahaus Rheinblick in Bingen wurde von gutschker-dongus komplett überplant und instandgesetzt. Nach rund 30 Jahren musste die Erschließung neu durchgeführt werden, weil die Verkehrswege des Gebäudes in einem schlechten Zustand waren. Unter anderem waren die Straßen mit Schlaglöchern und Rissen übersät, der Asphalt war marode, die Gehweg Randeinfassungen undefiniert und die Oberflächenentwässerung funktionierte unzureichend.

Die Planung konzentrierte sich nicht nur auf die Beseitigung der Mängel der Verkehrswege, sondern achtete darauf nützlichen Bestand zu erhalten und in das Gesamtkonzept zu integrieren. Es galt sowohl den Straßenverkehr zu verbessern sowie ausreichend Parkmöglichkeiten für Bewohner und Notfalldienste zu gewährleisten. Es wurden rund 60 Parkplätze neu strukturiert. Der Asphalt und die Pflasterfläche wurden komplett erneuert, was aufgrund der schwierigen Baugrundsituation, teilweise anstehender Fels und zum Teil geringe bis keine Tragfähigkeit, eine besondere Herausforderung darstellte. Neben den schwierigen Bodenverhältnissen war die ungleiche Höhen- und Gefällesituation ebenfalls eine Problemstellung, die gelöst werden musste. Die Gefällesituation erforderte unter anderem den Einsatz von größeren L-Steinmauern, um die Anlagen in die Umgebung einzubinden.

Eine weitere Aufgabenstellung war die komplette Außenanlage funktionell sowie gestalterisch aufzuwerten. Im Vordergrund stand die Umsetzung von Maßnahmen, die einen alltäglichen praktischen Nutzen für die Bewohner haben und gleichzeitig einen geringen Pflegeaufwand benötigen.

Durch die beengten Grundstücksverhältnisse und die angrenzende Bebauung war die Außenanlage bis dato nur bedingt barrierefrei. Mit der Planung hat sich dies komplett geändert. Die Gehwege wurden ausgedehnt und an den Gebäudeeingängen wurden Behindertenparkplätze platziert. Der Haupteingang wurde optisch aufgewertet und mit einer Rampe barrierefrei hergestellt. Die Betonpflastersteine der Gehwege wurden mit Tiefenschutz versehen. Dadurch kann ein Selbstreinigungseffekt unter Bewitterung eintreten, der den erforderlichen Reinigungsaufwand erheblich verringert. Rücksicht musste zudem auf das Thema Müllentsorgung genommen werden. Es wurden drei neue Müllstandorte inkl. Einhausung und Sichtschutz vorgesehen, um die geordnete Sammlung und Lagerung von Hausmüll sicherzustellen. Des Weiteren wurde der direkt angrenzende und dem Objekt zugehörige Spielplatz komplett neu geplant und umgestaltet. Abschließend wurde die Außenanlage bepflanzt und die wichtigsten Pflegemaßnahmen für eine gute Nachsorge der Pflanzflächen in einem Maßnahmenblatt zusammengefasst.

Die Baumaßnahmen der Außenanlage, Straßenbau und Wegebau wurden in 4 Bauabschnitten durchgeführt, um den ständigen Zugang zum Gebäude und der Tiefgarage sicherzustellen und somit die Einschränkung für die Bewohner nach Möglichkeit gering zu halten. Die veranschlagte Bauzeit von 6 Monaten wurde, trotz der technisch schwierigen und kleinteiligen Arbeiten, und der notwendigen Aufrechterhaltung des Verkehrs, eingehalten.