Es werden für die Aufgaben der Umweltbaubegleitung (UBB) viele unterschiedliche Begriffe verwendet, die im Folgenden Text zur besseren Differenzierung abgegrenzt und erläutert werden.

Der Begriff Umweltbaubegleitung wurde 2006 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur förmlich eingeführt und auch der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten führt seine Fachpositionen über das Aufgabenfeld ebenfalls mit dem Begriff „Umweltbaubegleitung". Dieser Begriff finden sich in Genehmigungsbescheiden oder Baugenehmigungen wieder und hat sich zunehmend durchgesetzt. Daher verwenden wir ebenfalls diese Bezeichnung.

Die „Ökologische Baubegleitung“ ist ein Synonym zum Begriff Umweltbaubegleitung, da es keinen Unterschied zum Tätigkeitsfeld der Umweltbaubegleitung gibt. Der Begriff der Umweltbaubegleitung begrenzt sich im Gegensatz zum Begriff ökologische Baubegleitung nicht nur auf ökologische Belange, sondern umfasst alle Belange des Umweltschutzes. Dennoch ist die ökologische Baubegleitung ein geläufiger Begriff, der oftmals verwendet wird. Zuständige Behörden fordern häufig eine fachkundige ökologische Baubegleitung ein.

Die „Bodenkundliche Baubegleitung“ dient dem Vollzug der bodenschutzfachlichen und -rechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit Bauvorhaben, insbesondere der Vorsorge gegenüber schädlichen Bodenveränderungen (vorsorgender Bodenschutz). Der Bundesverband Boden e.V. erläutert mit dem BVB-Merkblatt - Band 2 (Auflage 2013) den Begriff wie folgt: „die Bodenkundliche Baubegleitung als eine fachliche Beratung bezeichnet, die vor allem für größere Bauvorhaben sinnvoll ist. Sie sollte von bodenkundlich ausgebildetem Fachpersonal mit entsprechenden beruflichen Qualifikationen durchgeführt werden. Der Sachverständige übernimmt die Planung und Kontrolle von Maßnahmen zum Schutz des Bodens auf Baustellen. In Deutschland ist der Bodenkundliche Baubegleiter nicht verpflichtend eingeführt und daher meist nur beratend tätig. Diese Aufgaben können von den meisten Büros, die bodenkundliche Leistungen anbieten, durchgeführt werden." Auch bei der Umweltbaubegleitung gehört das Schutzgut Boden zum Betrachtungsfeld der Tätigkeit dazu. Daher kann die Umweltbaubegleitung auch Bauvorhaben, die in den Boden eingreifen wie beispielsweise Hochbau, Tiefbau, Landschaftsbau oder Linien- und Flächenbauwerke (Infrastrukturtrassen, Rohstoffabbau) oder bei temporären Bodeneingriffen (z.B. Verlegung von Erdkabeln oder Transportleistungen), begleiten.

Der Begriff „Umweltfachliche Bauüberwachung", oder auch ,,Ökologische Bauüberwachung" genannt, sind keine Synonyme des Begriffes Umweltbaubegleitung oder ökologische Baubegleitung, denn es ergeben sich wesentliche Unterschiede zu Tätigkeiten der Umweltbaubegleitung. Wesentliche Aufgaben der Umweltfachlichen Bauüberwachung sind die Überwachung (Prüfung, Kontrolle und Sicherstellung) einer planungskonformen Herstellung des Objekts aus naturschutzfachlicher Sicht. Die Umweltfachliche oder Ökologische Bauüberwachung hat Weisungsbefugnissen gegenüber den ausführenden Firmen und Lieferanten.

Die Umweltbaubegleitung oder ökologische Baubegleitung hingegen ist eine Beratungsleistung! Sie unterstützt den Vorhabenträger, dessen beauftragte Unternehmen und Bauleiter in besonderen Fragestellungen. Dabei besteht keine bauüberwachende Funktion, sodass die Umweltbaubegleitung nicht mit einer Umweltfachlichen Bauüberwachung oder (ökologischen) Fachbauleitung gleichzusetzen oder zu verwechseln ist!

Die „Ökologische Bauleitung“ beschreibt Leistungen im Tätigkeits- und Verantwortungsbereich der ausführenden Firmen, die auf Handlungen und Abläufe des eigenen Unternehmens gerichtet sind und eine Art Selbstüberwachung im umweltfachlichen Bereich umfasst. Aber dieser Begriff kann auch mit den Leistungen einer „ökologischen Bauüberwachung" vergleichbar gemeint sein.